Geplante Erhöhung Kurzarbeitergeld unzureichend

Schlag ins Gesicht von Millionen Menschen im Niedriglohnbereich

Gewerkschaft NGG, Region Saar kritisiert unzureichende Aufstockung des Kurzarbeitergeldes-Schlag ins Gesicht der Beschäftigten in Niedriglohnbranchen 

Saarbrücken, den 23. April 2020

Die Gewerkschaft NGG, Region Saar, kritisiert den Beschluss des Koalitionsausschusses zur gestaffelten Erhöhung des Kurzarbeitergeldes als Schlag ins Gesicht von Millionen Beschäftigten in Niedriglohnbranchen, wie z.B. dem Gastgewerbe. 

Mark Baumeister, Geschäftsführer der Gewerkschaft NGG, Region Saar:

 „Die geplante Erhöhung des Kurzarbeitergeldes ab dem vierten Monat auf 70 %, bzw. 77 % und ab dem

siebten Monat auf 80 %, bzw. 87 % bei Unterhaltspflichten, ist ein fauler Kompromiss auf dem Rücken von Millionen Menschen in Niedriglohnbranchen.

Bis die Erhöhung des Kurzarbeitergeldes greift, haben die Beschäftigten, z.B. im Gastgewerbe, längst ihre Wohnung verloren, den Spargel abgeerntet oder alle Regale aufgefüllt.

Ihnen bleibt jetzt nur der Antrag auf Hartz IV.

Wir fordern die rückwirkende Erhöhung des Kurzarbeitergeldes auf 80 %, bzw. 87 % vom ersten Tag der Kurzarbeit an, denn im Gastgewerbe gibt es kaum einen Betrieb, der das Kurzarbeitergeld aufstockt.

Bezüglich der Mehrwertsteuerdiskussion hat NGG einen praxistauglichen Vorschlag unterbreitet:

Die Mehrwertsteuer sollte zeitlich begrenzt auf 0 % abgesenkt werden, um einen echten Neustart für das Gastgewerbe zu ermöglichen.“

Hier geht es zur Pressemitteilung als PDF- Datei