NGG fordert Gesamtkonzept ländlicher Raum zur Stärkung von Gastronomie und Lebensmittelhandwerk

NGG fordert Gesamtkonzept ländlicher Raum zur Stärkung von Gastronomie und Lebensmittelhandwerk

Saarbrücken, den 08. Februar 2019

 

Die Zeiten, in denen in jedem Dorf im Saarland ein Wirtshaus, ein Bäcker und ein Metzger ansässig waren, sind unwiederbringlich vorbei. Aus Sicht der NGG nimmt dadurch die Attraktivität des ländlichen Lebensraums im Saarland deutlich ab. Eine Ursache liegt aus NGG- Sicht in der Konzentration von Warenhäusern auf der grünen Wiese und in einem geänderten Konsumverhalten. Die NGG fordert daher ein Gesamtkonzept, um die Nahversorgung auf dem ländlichen Raum zu stärken.

Mark Baumeister, Geschäftsführer der NGG- Region Saar:

„Große Warenhäuser, wie z.B. Globus, produzieren Lebensmittel, betreiben Gastronomie, zapfen Bier braten Schnitzel und sind längst kein reiner Einzelhandel mehr. Sie treten dadurch in direkter Konkurrenz zu Gastronomie und Lebensmittelhandwerk in unseren saarländischen Gemeinden. Dieser Trend wird immer massiver. Die Aufgabe des Einzelhandels ist es nicht zwingend, eine Rundum- Versorgung zu leisten. Die Politik ist gefordert, bei der Entwicklung des ländlichen Raums Gastronomie und Lebensmittelhandwerk mit zu denken. Wir brauchen attraktive Ortskerne, bezahlbare Objekte und ein Bekenntnis zu den regional ansässigen Betriebe, die vor Ort Steuern zahlen und Arbeitsplätze schaffen. Dazu gehört auch die Einbindung von Vereinen und Verbänden in den Gemeinden. Denn Wirtshäuser werden durch den Trend zur Vereinsgastronomie zusätzlich in die Zange genommen. Der Stammtisch gehört ins Wirtshaus und nicht in die Garage, hinter dem Tennisplatz."

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