Zutrittsrecht der Gewerkschaften ist ein hohes Gut SCHWAMM& CIE MBH

26. Mai 2021

NGG seit Jahren bei Schwamm vertreten

Mit Schreiben vom 14. April 2021 hat die Gewerkschaft NGG ihr gesetzlich garantiertes Zutrittsrecht zum Betrieb geltend gemacht.

"Uns geht es darum, mit dem Unternehmen eine sozialpartnerschaftliche Zusammenarbeit zu begründen. Dazu gehört auch das gesetzlich garantierte Recht auf Information der Beschäftigten über ihre Rechte, die laufenden Tarifverhandlungen in der Fleischindustrie, sowie das Recht der NGG, Mitglieder für die Gewerkschaft zu werben," so Mark Baumeister, Geschäftsführer der NGG- Region Saar.

Leider hat das Unternehmen das Anliegen mit Verweis auf die eigene Pandemiesituation abgelehnt. Auch die Bereitschaft, betriebliche Umstände bei der Planung zu berücksichtigen, blieb in einem erneuten Antwortschreiben unbeachtet.

Baumeister hierzu: "Wir beweisen seit Beginn der Pandemie, dass wir in der Lage sind, große Warnstreiks unter Beachtung der Corona- Schutzmaßnahmen zu organisieren. Der Verweis auf die eigene Situation im Betrieb ist aus unserer Sicht vorgeschoben. Denn in allen Betrieben unseres Organisationsbereiches sind wir regelmäßig im Betrieb. Nimmt man das Argument des Arbeitgebers ernst, dann dürfte auch der Werksverkauf bei Schwamm nicht mehr öffnen und das Unternehmen müsste seine Geschäftstätigkeit einstellen. Wir bedauern, dass wir nun gezwungen sind, unser Zutrittsrecht im Rahmen einer einstweiligen Verfügung geltend zu machen. Wir können und werden diese Misachtung gesetzlicher und demokratischer Rechte nicht einfach stillschweigend hinnehmen. Auch vor Beginn der Corona- Pandemie war das Unternehmen zu keinem Gespräch bereit, geschweige denn zu einer Zusammenarbeit. Die NGG ist seit vielen Jahren die bei Schwamm vertretene Gewerkschaft. Neben der Wahl eines Betriebsrates gibt es die Frage der Tarifbindung zu besprechen. Das ist zum Wohle des Betriebes und seiner Beschäftigten unerlässlich."

Korrespondenz "Zutrittsrecht der Gewerkschaft NGG"

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